WERKSERIE: PICTURES INSIDE ME
TEILSERIE: ACCESSOIRIES
JAHR: 2007
BUCH: PICTURES INSIDE ME, KEHRER VERLAG
Die Selbstporträts von Sebastian Kusenberg sind von einer spielerischen Suche nach dem Sinn des Lebens geprägt: “Wer sind wir, woher kommen wir, warum sind wir hier?” – Sätze, die der Künstler vor mehr als 30 Jahren in der deutschen Übersetzung eines kleinen Traktates des Fotografen Robert Leverant über die Sinnfälligkeit der Fotografie gelesen hat. 1969 auf Englisch erschienen, ist Zen in The Art of Photography ein Kompendium von poetisch-philosophischen Gedanken zu dem fotografischen Prozess. Hauptlinien dabei sind warten und Zuhören. Ferner soll der Fotograf der Kunst ermöglichen, sich selbst zu entfalten. (…)
Die fotografisch dokumentierten Selbsthandlungen von Kusenberg sind mit dem Entdeckungsgeist von Kindern zu vergleichen: mit seinen Kuscheltieren eins werden wollen, Urwaldbewohner sein. Und der Betrachter ertappt sich dabei, dasselbe in seiner Vorstellung zu tun. Es geht um die Verwandlung des Selbst, um den Versuch, das eigene Ich mit einem Anderen zu verkleiden, und sich dadurch an die Gefühle und Gedanken des Anderen herantasten zu können. Durch den fotografischen Beleg rückt die Fantasie in die Realität.
– Helen Adkins, „Es ist unser Selbst, das ein Bild macht“, in: Pictures Inside Me, Kehrer Verlag, 2015